Kettershausen für „Marktplatz der biologischen Vielfalt” ausgewählt

Kettershausen ist Modellgemeinde „Marktplatz der biologischen Vielfalt”

Wir sind damit eine von zehn Teilnehmergemeinden – ausgewählt aus 36 Bewerbungen – und die einzige in Schwaben! Darüber freuen wir uns sehr. Ziel des Projektes ist, den Erhalt der Artenvielfalt (Biodiversität) als kommunale Aufgabe zu verankern und mittels entsprechender Maßnahmen in unser Gemeindeleben zu integrieren. 

Wir haben diesen Weg bereits mit unserem Leitbild Naturgemeinde begonnen. Insofern war schnell klar, dass wir uns für dieses Projekt bewerben möchten. Dass wir ausgewählt wurden, freut uns und zeigt, dass die konsequente Verfolgung des Leitbilds den richtigen Weg für uns darstellt.

Im Rahmen des Projektes kommen wir in den Genuss von Beratungsleistungen zur Entwicklung weiterer Strategien und zur Umsetzung konkreter Maßnahmen im Bereich Artenvielfalt. Dazu profitieren wir von dem Austausch im Netzwerk mit anderen Kommunen und den Trägern.

Die Modellgemeinden sollen neben positiven Entwicklungen im Gemeindegebiet auch multiplizierende Wirkung für den Schutz der Arten und Lebensräume in bayerischen Kommunen entfalten.

 

Schutz und Förderung der Biodiversität auf kommunaler Ebene

Die Arbeitsphase startete am 30. November 2018 mit dem 1. Forum zur Netzwerkgründung. Hier legten alle beteiligten Projektgemeinden den Grundstein für einen langfristigen Einsatz zum Schutz der Arten- und Lebensraumvielfalt:

 

 

Zur Pressemitteilung des 1. Forums der Projektgemeinden am 30. November 2018

Zum Programm des 1. Forums der Projektgemeinden am 30. November 2018

Bis Mitte des Jahres 2020 soll die Erstellung der Biodiversitätsstrategien abgeschlossen sein. Es schließen sich bis zum Ende der Projektlaufzeit, im Dezember 2021, Planungen und Umsetzungen konkreter Maßnahmen zum Arten- und Lebensraumschutz an.

Ermöglicht wird das Projekt durch eine in Bayern einzigartige Kooperation. Die Trägergemeinschaft setzt sich zusammen aus dem Markt Tännesberg und den landesweit tätigen Naturschutzverbänden BUND Naturschutz in Bayern e.V., Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. und Wildland-Stiftung Bayern. Gefördert wird das Projekt über den Bayerischen Naturschutzfonds aus Zweckerträgen der GlücksSpirale. Ferner wird es unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie dem Bayerischen Gemeindetag. Auch die ausgewählten Gemeinden haben ihre Bereitschaft erklärt, eigene Haushaltsmittel für konkrete Maßnahmen bereit zu stellen.

Vorbild für das Modellprojekt ist die Marktgemeinde Tännesberg, die erste Biodiversitätsgemeinde Deutschlands (Lkr. Neustadt a. d. Waldnaab, Oberpfalz). Seit über 30 Jahren werden hier naturschutzfachliche Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Biodiversität durchgeführt. Auf Grundlage dieser langjährigen Erfahrung werden die Modellgemeinden gemäß ihren jeweiligen Voraussetzungen beraten. Das Projekt trägt die Kosten für die Entwicklung der gemeindeeigenen Strategien und koordiniert den Austausch im Netzwerk.

Ziel: Arten- und Lebensraumverluste verringern

Im Projekt sollen Arten- und Lebensraumverluste in der Kulturlandschaft verringert werden– ein drängendes Thema unserer Zeit mit großen Auswirkungen für die Zukunft. Der Freistaat Bayern hat aus diesem Grund im Jahr 2008 die „Bayerische Biodiversitätsstrategie“ beschlossen, die er 2014 mit seinem „Biodiversitätsprogramm Bayern 2030“ bekräftigte. Wichtige Akteure zur Umsetzung der dort formulierten Ziele sind Bayerns Kommunen.

Liste der insgesamt zehn Teilnehmergemeinden:                                       

Gemeinde Brennberg (Lkr. Regensburg, Oberpfalz)
Stadt Ebern (Lkr. Haßberge, Unterfranken)
Gemeinde Kettershausen (Lkr. Unterallgäu, Schwaben)
Stadt Lohr am Main (Lkr. Main-Spessart, Unterfranken)
Markt Nordhalben (Lkr. Kronach, Oberfranken)
Gemeinde Rohr (Lkr. Roth, Mittelfranken)
Stadt Rottenburg a. d. Laaber (Lkr. Landshut, Niederbayern)
Gemeinde Stephanskirchen (Lkr. Rosenheim, Oberbayern)
Markt Titting (Lkr. Eichstätt, Oberbayern)
Gemeinde Ursensollen (Lkr. Amberg-Sulzbach, Oberpfalz)

Verantwortlich:     

Biodiversitätsgemeinde Tännesberg
Projektmanagement „Marktplatz der biologischen Vielfalt“
Florian Lang
Pfreimder Str. 1
92723 Tännesberg
Telefon: 09655 9200-39
Telefax: 09655 9200-45
Mobil: 0171 1229148
Email: biodiversitaet@taennesberg.de
www.kommunale-biodiversitaet.de

 

Karte Biodiversitätsgemeinde